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Rebound® Cartilage Fallstudie

Patientin mit chronischen Schmerzen im linken Knie

Peter Verdonk MD, PhD

Antwerp Orthopaedic Center Monica Hospitals

Department of Orthopaedic Surgery Antwerp University Hospital (UZA)

Indikation

Eine Patientin zeigt chronischen Schmerz, lokalisiert am lateralen tibiofemoralen Kompartiment des linken Knies. Zustand nach einer lateral subtotalen Meniskektomie vor 7 Jahren. Die klinische Untersuchung zeigt eine geringfügige Valgusstellung des Knies. Ein Druckschmerz ist am lateralen Gelenkspalt lokalisiert; anhand konventioneller Instabilitätstests wird keine Bandinstabilität identifiziert.

Diagnostik

Röntgenaufnahmen im Stehen bestätigten eine sehr geringfügige Fehlstellung des rechten Knies (Valguswinkel bei 1,6 Grad). Arthro-CT-Aufnahmen bestätigten einen subtotalen Meniskusschaden lateral lokalisiert (34 mm auf Frontalebene, 29 mm auf Sagittalebene), mit Nachweis eines fokalen (ICRS Grad 3) Knorpelschadens im lateralen tibiofemoralen Kompartiment.

Behandlungsübersicht / Behandlungsziel

Einleitung einer Prehabilitation zur Aufrechterhaltung des vollständigen Bewegungsumfangs und Kräftigung des Quadrizeps. Präoperativ wurde eine lateral entlastende Orthese eingesetzt, um die Belastung auf das laterale Kompartiment zu reduzieren und die Kniegelenkfunktion zu verbessern. Aufgrund des präoperativen Zustands wurde ein Allotransplantat des lateralen Meniskus geplant. Angestrebt wurden die schmerzfreie Belastung und eine zufriedenstellende Kniegelenkfunktion.

Operative Therapie

Es wurde eine arthroskopisch assistierte Allotransplantation des lateralen Meniskus mit ossärer Fixation durchgeführt.

Rehabilitation

Behandlung Phase 1 (Wochen 0-1) Phase 2 (Wochen 1-3) Phase 3 (Wochen 3-6) Phase 4 (>6 Wochen)
Rebound Cartilage 24 Stunden Keine Orthese Während der Mobilisierung Während der Mobilisierung
Bewegungsumfang Arretiert in Extension 0 - 45° Flexion Max. 90° Flexion Steigerung bis zur vollständigen Flexion, tiefe Flexion bis Woche 12 vermeiden
Belastung Nicht erlaubt Nicht erlaubt Belastungsaufbau Vollbelastung mit Orthese
Physiotherapie PECH
Isometrische
Kontraktionen
PECH
Propriozeptives Training in geschlossener Kette
Steigerung zu Übungen in offener Kette Propriozeption stärken

Gründe für die verwendung der Rebound® Cartilage

Während die Orthese in der frühen Heilungsphase optimal für eine Entlastung des behandelten Kompartiments und Schutz des Transplantats sorgt, erlaubt sie in der postoperativen Phase auch eine schrittweise Erhöhung der Flexion. Zudem kann sie in der präoperativen Diagnostik eingesetzt werden, um mechanische Überlastung als Hauptursache für Schmerzen in dem betroffenen Kompartiment zu identifizieren.

Klinische Ergebnisse

Nach 3-monatiger Nachbehandlungszeit ist die Patientin schmerzfrei und läuft ohne Unterarmgehstützen. Nach 6 Monaten war ihr weitgehend uneingeschränkte sportliche Aktivität erlaubt, lediglich Kontaktsportarten waren bis zum Abschluss des ersten Jahres zu vermeiden. Die MRT-Bilder zeigten einen guten Zustand des Meniskusgewebes bei fortwährendem Einwachsen des Knochenblocks, der ansonsten unter Röntgensicht gut anzuhaften schien.

Fazit

Die eingesetzte Rebound® Cartilage sorgte für zusätzliche Entlastung und Schonung des Implantats während der Einheilungsphasen und erlaubte gleichzeitig eine Steigerung zur Vollbelastung sowie dank des einstellbaren Orthesen-Gelenks eine sichere Wiederherstellung der Flexion.

Rebound® Cartilage

Die Rebound Cartilage ist eine dynamische Knie-Orthese zur Unterstützung der prä-operativen Behandlung und post-operativen Rehabilitation von Knorpelverletzungen und Meniskusläsionen. Basierend auf dem klinisch bewährten 3-Punkt-Wirkprinzip und den patentierten Cartilage Protection StrapsTM, kann die Entlastung in Kniebeugung zum Schutz des Knorpels während des Heilungsprozesses gewährleistet werden.

  • Entlastet das betroffene Knie-Kompartiment
  • ROM-Einschränkung bei Bedarf möglich
  • Propriozeptive Kontrolle
  • Leichtes Gewicht und patentierte Sensil® Polster

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