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Rebound® PCL Fallstudie

24-jähriger Patient mit schwerwiegender varisierender non-contact Verletzung

Robert F. LaPrade MD, PhD

Chirurg für komplexe Kniedefekte und Sportmedizin

The Steadman Clinic, Vail, Colorado USA

Indikation

Ein 24-jähriger Patient hat sich bei einem Sturz eine schwerwiegende varisierende non-contact Verletzung zugezogen.

Diagnostik

Eine MRT-Aufnahme zeigte eine vollständige Ruptur des hinteren Kreuzbandes (PCL), eine komplette Verletzung der postero-lateralen Ecke 3. Grades, eine anteriore Tibiakopffraktur mit geringfügiger Dislokation und einen Wurzelriss des Innenmeniskus. Stress-Röntgenaufnahmen des hinteren Kreuzbandes zeigten eine hochgradige PCL-Ruptur mit einer 16 mm erhöhten posterioren tibialen Translation.

Behandlungsübersicht / Behandlungsziel

Das Behandlungsziel bestand darin, die Funktion in einem möglichst hohen Maße wiederherzustellen und am ersten Tag nach der OP mit der Bewegung des Knies zu beginnen, um die Entwicklung einer Arthrofibrose (Kniesteife) zu verhindern. Es wurde angestrebt, in den ersten beiden Wochen nach der Verletzung zu operieren, da die Akuttherapie bei multiplen Bandverletzungen die besten Ergebnisse zeigt.

Chirurgische Behandlung

Der operative Eingriff bestand aus einer double-bundle Rekonstruktion des hinteren Kreuzbandes, einer vollständigen anatomischen Rekonstruktion der posterolateralen Ecke sowie einer Naht der Innenmeniskuswurzel.

Postoperative Rehabilitation

Der Patient begann am ersten postoperativen Tag mit der Physiotherapie. In den ersten 2 Wochen post OP wurde die frühe Knieflexion, zur Umgehung der Schwerkraft in Bauchlage, bei 0 – 90° angesetzt und anschließend nach Toleranz gesteigert. Außerdem wurde das Knie 6 Wochen nicht belastet. Innerhalb der ersten Tage nach der OP wurde dem Patienten eine Rebound® PCL-Orthese angepasst. Nach Abschluss der ersten 6 Wochen begann der Patient mit einer schrittweisen Belastungssteigerung.

Gründe für die nutzung einer Rebound® PCL

In der Vergangenheit sorgte der nachteilige Einfluss der Schwerkraft im Laufe der Zeit für eine Dehnung der rekonstruierten hinteren Kreuzbänder. Die Rebound® PCL wirkt diesen negativen Kräften der Schwerkraft entgegen, da sie dank einer anterioren Translation bei stärkerer Knieflexion das PCL-Transplantat schützt. Die frühe postoperative Anwendung der Rebound® PCL ermöglicht eine schnelle Verbesserung der Kniebeweglichkeit.

Klinische Ergebnisse

Der Patient zeigte ausgezeichnete Ergebnisse. Die Beweglichkeit des Knies konnte vollständig wiederhergestellt werden; sein hinteres Kreuzband sowie deren Rekonstruktionsanteile heilten vollständig. Der Patient konnte seine sportlichen Aktivitäten nach 9 Monaten wieder aufnehmen und war nach einem Jahr nach der OP in der Lage, wieder Sport auf Wettkampfniveau auszuüben.

Fazit

Dank moderner anatomisch basierter Rekonstruktionstechniken können Patienten mit schwerwiegenden multiplen Bandverletzungen auf ein hohes sportliches Niveau zurückgeführt werden. Der zusätzliche Einsatz der Rebound® PCL vereinfacht in der frühen postoperativen Phase die sichere Wiederaufnahme der Kniebeugung.

Rebound® PCL

Die weltweit erste PCL-Orthese mit dynamischer Krafteinwirkung und Gewinner des 2016er Sports Medicine Awards von Orthopedics This Week. Die Rebound PCL wurde entwickelt, um die Last auf das PCL durch eine physiologisch korrekte, optimale dynamische Kraft zur Rehabilitation von (Teil-)Rupturen des hinteren Kreuzbandes zu reduzieren.

  • Dynamic Tension SystemTM
  • Polycentrisches Gelenk
  • Anti-Migrationsgurte (AMS)
  • Atmungsaktive Sensil® Polster

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