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Rebound® PCL Fallstudie

24-jähriger männlicher Patient mit isolierter hochgradiger PCL-Ruptur, nicht-operative Behandlung mit Rebound PCL und Physiotherapie.

Dr. Christos Kondogiannis

Royal Melbourne Hospital St. Vincent’s Private Hospitals

Indikation

Ein 24-jähriger Profi-Footballer zog sich nach einem Sturz auf das Schienbein bei flektiertem Knie ein isolierte hochgradige PCL-Verletzung des rechten Knies zu. Vorstellung am 7. posttraumatischen Tag mit PCL-Instabilität 3. Grades (Tibiaplateau posterior zum Femurkondylus). Keine weitere klinische Instabilität. Der Patient hatte 2 Jahre zuvor am linken Knie eine hochgradige PCL-Verletzung, behandelt ohne Orthese, mit hinterer Schublade Grad 2+ mit festem Anschlag.

Diagnostik

Keine Frakturen auf einfacher Röntgenaufnahme. Das MRT bestätigte ein mid-substance PCL-Schädigung. Keine assoziierte Meniskus- oder Knorpelverletzung. Posterolaterale Ecke, ACL und MCL ohne pathologischen Befund.

Behandlungsübersicht / Behandlungsziel

Der Patient berichtete von leichter Unzufriedenheit mit verbliebener linksseitiger Instabilität. Nach Erörterung der Therapieoptionen entschied sich der Patient für die Behandlung durch eine PCL-Orthese mit dem Ziel, die Instabilität im Vergleich zum zuvor verletzten linken Knie zu reduzieren.

Konservative Behandlung / Rehabilitation

Behandlung Phase 1
(Wochen 0-2)
Phase 2
(Wochen 2-8)
Phase 3
(Wochen 8-12)
Phase 4
(>12 Wochen)
Rebound PCL 24 Stunden 24 Stunden Nur tagsüber Keine Orthese
Bewegungsumfang
(Ext. / Min. Flex.
/ Max. Flex.)

0/0/45 Wochen 2-4
0/0/90 Wochen 4-6
0/0/max Wochen 6-8
Keine Einschränkungen
Belastung 25% Teilbelastung 50% Teilbelastung Wochen 2-4
Belastung nach Toleranz > Wochen 4
Keine Einschränkungen
Physiotherapie PECH
Isometrische Kontraktionen
PECH
Propriozeptive Ham- string-Übungen in geschlossener Kette
Schrittweise Rückkehr zu sportartspezifischem Training/Beweglichkeit Rückkehr in den Sport

Gründe für die nutzung einer Rebound® PCL

Wenngleich sich auch die Literatur bei isolierten hochgradigen PCL-Verletzungen für die funktionelle Rehabilitation ohne Orthese ausspricht, berichten Patienten meiner Erfahrung nach allerdings nicht selten über verbleibende posteriore Instabilität, die sich als problematisch erweist. Explizit dieser Patient hatte bereits eine ähnliche Verletzung am kontralateralen Knie und während die Funktionsfähigkeit zwar nach wie vor auf hohem Niveau lag, berichtete er von verbliebenen Symptomen. Auf der Grundlage früherer zufriedenstellender Ergebnisse nach Nutzung von PCL-Orthesen biete ich diese in solchen Fällen als Behandlungsoption an. Idealerweise nahm sich der Sportler vor seiner Rückkehr in den Wettkampf Zeit für die Rehabilitation.

Klinische Ergebnisse

Der Patient nahm ca. 4 Monate nach der Verletzung den Wettkampfsport auf hohem Niveau wieder auf. Die Untersuchung des rechten Knies nach 6 Monaten zeigte eine posteriore Schublade 1. Grades mit festem Anschlag. Bewegungsumfang äquivalent zum kontralateralen Knie. Der Patient äußerte eine stärkere subjektive Zufriedenheit mit der Stabilität seines rechten Knies im Vergleich zum linken Knie. Die sportliche Leistungsfähigkeit war trotz seiner subjektiven Unzufriedenheit mit dem linken Knie nicht beeinträchtigt.

Fazit

In diesem isolierten Fallbeispiel führte die Nutzung der dynamischen Rebound PCL Orthese zu einer Verbesserung der PCL-Stabilität und zu einer subjektiven Zufriedenheit des Patienten.

Rebound® PCL

Die weltweit erste PCL-Orthese mit dynamischer Krafteinwirkung und Gewinner des 2016er Sports Medicine Awards von Orthopedics This Week. Die Rebound PCL wurde entwickelt, um die Last auf das PCL durch eine physiologisch korrekte, optimale dynamische Kraft zur Rehabilitation von (Teil-)Rupturen des hinteren Kreuzbandes zu reduzieren.

  • Dynamic Tension SystemTM
  • Polycentrisches Gelenk
  • Anti-Migrationsgurte (AMS)
  • Atmungsaktive Sensil® Polster

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