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Rehabilitationsziel

Der Aufenthalt in spezialisierten Kliniken dauert in der Regel drei Wochen und wird von den Krankenkassen übernommen. In der stationären Rehabilitation lernt der Amputierte den Umgang mit der Prothese. Intensive Gehübungen und nachgespielte Alltagssituationen bilden einen Bestandteil, die Pflege des Stumpfes den Anderen.

Rehabilitationsziel

Das große Ziel aller Rehabilitationsmaßnahmen ist es, Ihnen den Weg zurück in den Alltag, also Ihre soziale und berufliche Wiedereingliederung zu ermöglichen. Das Rehabilitationspotenzial jedes Einzelnen ist individuell abhängig von verschiedenen Faktoren:

  • Amputationshöhe
  • Amputationsursache (z.B. Diabetes, Unfall etc.),
  • physische Verfassung
  • Begleiterkrankungen (z.B. Herzerkrankungen, Gefäßerkrankungen)
  • psychische Verfassung (z.B. Ängste, Depressionen)
  • Umfeld (z.B. familiäres Umfeld, Wohnumfeld)

In Absprache mit Ihnen und unter Berücksichtigung dieser Faktoren werden individualisierte Rehabilitationsziele festgelegt und ein Rehabilitationsplan aufgestellt.

Die 3 Phasen der Rehabilitation

Phase 1

  • Physiotherapeutische Behandlung: Körperschulung, Muskelaufbau, Bewegungstherapie
  • Stumpfbehandlung: Stumpfpflege und Stumpfformung, Belastungssimulationen (Abhärtung)
  • prothetische Früh- oder Interimsversorgung

Phase 2

  • Optimierung der prothetischen Versorgung
  • intensive Gang- und Trägerschulung mit Prothese
  • stetige Verlängerung der eigenständigen Gehstrecke und der Tragedauer der Prothese
  • Austausch: Gruppen-und Einzelgespräche

Phase 3

  • Ganganalyse
  • Simulation und Training von Alltagsbewegungen (An- und Ausziehübungen, Gehen auf Ebenen, Treppen, Steigungen und Abhängen, Hindernisbewältigung)
  • Beginn der Anpassung des Wohn-und Arbeitsumfeldes an die neue Lebenssituation