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Nützliches für Ihren Alltag

Eine prothetische Versorgung bedeutet nicht, dass man nie wieder arbeiten gehen kann. Vielmehr ermöglicht sie es sogar!

Berufsberater der Agentur für Arbeit, die sich auf die berufliche Wiedereingliederung gehandicapter Menschen spezialisiert haben, erleichtern den Wiedereinstieg in die Berufswelt. Häufig ist auch eine Rückkehr in den alten Beruf möglich. Insofern der Beruf, der Mobilitätsgrad und der allgemeine Zustand des Amputierten es zulassen, steht einer Wiederaufnahme der alten Tätigkeit nichts im Weg. Sollte diese Möglichkeit zunächst nicht bestehen, hilft ein Berufsberater bei der Umorientierung und zeigt Ihnen Möglichkeiten, Mittel und Wege auf – für eine Arbeit mit der Sie sich wohlfühlen.

Den Kontakt zur Agentur für Arbeit können sie über das Reha-Team oder den Sozialdienst in Erfahrung bringen.

Bei der sportlichen Aktivität ist beinamputierten Menschen grundsätzlich keine Grenze gesetzt. Abhängig vom Zustand und vom Mobilitätsgrad des Anwenders kann aus einem breiten Spektrum von Sportarten gewählt werden – von Aktivitäten mit niedriger Belastung bis hin zu Ausdauer – und Extremsportarten.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass sportliche Aktivität, insbesondere nach einer Amputation, essentiell für die Rehabilitation ist. Aktiv sein fördert den Umgang mit der Prothese und beugt gesundheitlichen Problemen vor. Außerdem wird auf diese Weise der Austausch und das Zusammentreffen mit anderen Amputierten und Nicht-Amputierten gefördert.

Als Einsteigersportart empfiehlt sich beispielsweise Nordic Walking. Es ist einfach und überall anwendbar und bietet vor allem unsicheren Anwendern und Anfängern das nötige Maß an Sicherheit, da die Laufstöcke für Halt sorgen.

Auch andere klassische Sportarten wie Fahrradfahren und Schwimmen sind gute Möglichkeiten sich aktiv zu betätigen. Letztere bietet auch weniger belastbaren Anwendern die Chance, etwas für sich und ihre Gesundheit zu tun.

Sportarten mit höherer Intensität und Belastung erfordern in der Regel die Versorgung mit einer Sportprothese. Informationen über die passende Versorgung und die entsprechenden Passteile erhalten Sie im Sanitätshaus-Fachhandel.

Sportangebot für Menschen mit Behinderung

Ausführliche Informationen über das breit gefächerte Sportangebot für Menschen mit Behinderung finden Sie auf der Seite des Deutschen Behindertensportverbandes unter www.dbs-npc.de

Phantomschmerzen stock-photo-19124170-woman-with-artificial-limb-at-doctors-office sind die am häufigsten auftretende Erscheinung nach der Amputation eines Körperteils. Als Phantomschmerz bezeichnet man Schmerzen, die von den Amputierten im Bereich des abgetrennten Körperteils gespürt werden. Häufig berichten Amputierte, die unter Phantomschmerzen leiden, von irritierenden Berührungsgefühlen, Kälte und Wärme-Schüben und Muskelverkrampfungen.

Phantomschmerzen sind nicht mit Stumpfbeschwerden zu verwechseln, die durch den operativen Eingriff und das Abkappen der Nevenbahnen, durch Durchblutungsstörungen oder Hautirritationen entstehen.

Bei Phantomschmerzen handelt es sich um neuronale Prozesse, die im Gehirn entstehen und dafür sorgen, dass der Patient Schmerzen im amputierten Körperteil empfindet.

Die Behandlung von Phantomschermzen – Was hilft?

Warmes Fußbad – Ein warmes Fußbad des verbliebenen Fußes soll wahre Wunder helfen. Wissenschaftlich nur schwer nachzuvollziehen, sorgt es für eine deutliche Verminderung des Phantomschmerzes.

Tens-Geräte (Reizstrom) – verbessern und vermindern das Schmerzempfinden. Durch die stetige Stimulation der irritierten Nerven werden die Phantomschmerzen beseitigt. Informieren  Sie sich im Sanitätsfachhandel.

Neuromodulation – Ähnlich wie bei den Tens-Geräten wird hier durch stetige elektrische Stimulation der Phantomschmerz beseitigt. Die Neuromodulation wird operativ eingesetzt und stellt eine dauerhafte Lösung zur Bekämpfung der Phantomschmerzen dar.

Medikamentöse Schmerztherapie – Die medikamentöse Behandlung erfolgt durch Mittel, die zur Behandlung von neuropathischen Erkrankungen eingesetzt werden. Ebenso werden je nach Schmerzintensität Opiode und anderen starke Medikamente verwendet. Achtung: Die verwendeten Schmerzmittel haben deutliche Nebenwirkungen. Lassen Sie sich ausführlich von Ihrem Arzt informieren und aufklären.

Meditation – Meditation hilft – wie durch den Anwender Tim Klinker beschrieben, ein besseres Körpergefühl zu entwickeln und den Schmerz fassbarer zu machen. Es ist sicherlich nicht für jeden geeignet und es erfordert viel Empathie, aber es stellt eine weitere Möglichkeit in Aussicht Phantomschmerzen entgegen zu wirken.