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Die Richtige Prothese für Mich

Das große Angebot an Prothesenpassteilen, Schaftformen und Verarbeitungstechniken ermöglicht heute jedem Amputierten eine optimale und individuell zugeschnittene Versorgung. Modernste Technik sorgt dafür, dass amputierte Menschen kaum noch Einschränkungen haben müssen. Die Auswahl der richtigen Prothese hängt grundsätzlich vom persönlichen Profil des Anwenders ab, denn jeder Mensch empfindet anders. Bei der Auswahl des passenden Prothesensystems hilft die Zuordnung zu festgelegten Mobilitätsgraden. Hierbei spielen körperliche Konstitution des Amputierten, Alter, Amputationshöhe, Freizeitverhalten, Lebensumfeld, etc. eine Rolle.

Profilerhebungsbögen, die der Amputierte vor der Prothesenversorgung ausfüllt, helfen bei der Bestimmung dieses Mobilitätsgrades und ermöglichen, das Profil des Anwenders so genau wie möglich zu erfassen. Neben Fragen zum allgemeinen Zustand, werden auch Fragen zur Krankengeschichte, Umfeld und den Erwartungen des Patienten gestellt

Mobilitätsgrade

Es wird in vier  Mobilitätsgrade unterteilt, die den Orthopädietechniker bei der Auswahl des richtigen,  passenden Prothesensystems unterstützen. In der Regel können Sie die Passteile bei Ihrem Orthopädietechniker Probe tragen.

Mobilitatsgrad 1: Innenbereichsgeher

Dem amputierten Patienten ist es unter Verwendung einer Prothese möglich, ebene Gehstrecken mit einer stark eingeschränkten Gehdauer zu bewältigen.

Mobilitatsgrad 2: Eingeschränkter Außenbereichsgeher

Dem amputierten Patienten ist es unter Verwendung einer Prothese möglich, begrenzte Gehstrecken bei geringer Gehgeschwindigkeit zu bewältigen. Dabei ist der Amputierte in der Lage, niedrige Umwelthindernisse wie Bordsteine, Stufen und unebene Böden zu überwinden.

Mobilitatsgrad 3: Uneingeschrankter Außenbereichsgeher

Dem amputierten Patienten ist es unter Verwendung einer Prothese möglich, sich ohne Einschränkung auf freiem Gelände zu bewegen. Mittlere bis hohe, teilweise auch variierende Gehgeschwindigkeiten können gewählt werden, um dabei die meisten Umwelthindernisse zu bewältigen. Der Amputierte ist im Stande therapeutischen, beruflichen und freizeitlichen Aktivitäten nachzugehen, ohne die Prothese überdurchschnittlicher mechanischer Belastung auszusetzen.

Mobilitätsgrad 4: Außenbereichsgeher mit besonders hohen Anforderungen

Dem amputierten Patienten ist es unter Verwendung seiner Prothese möglich, sich uneingeschränkt zu bewegen. Besondere Belastungen bei sportlicher Aktivität können uneingeschränkt bewältigt werden.