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Van Philips

Revolutionäres Design - Van Phillips

Ein Wasser-Ski-Unfall im Jahre 1976 stellte sich im Nachhinein als Katalysator für eine Revolution im Bereich der Beinprothetik heraus. Der verunglückte Amerikaner Van Phillips war damals ein 21-jähriger Student in Arizona – und niemand konnte ahnen, wie viele Leben dieses Unglück beeinflussen würde.

Der Verlust seines linken Beins knapp oberhalb des Fußgelenks machte aus einem aktiven jungen Sportler einen frustrierten Amputierten, behindert durch sein klobiges, starres und schlecht passendes Hilfsmittel, das als künstlicher Fuß bezeichnet wurde. Phillips wurde aktiv und, nach einer Zeit intensiver Rehabilitation wechselte er sein Studienfach hin zur Prothetik, das er 1981 abschloss.

"Einige der Füße damals waren aus Balsaholz", erklärt Phillips. "Sie waren zwar leicht, boten aber keinerlei Flexibilität. Einige hatten ein gewisses Maß an Knöchelbeweglichkeit, aber keine energiespeichernden Eigenschaften. Und viele waren von schlechter Passform." Durch Karate-Stunden erkannte Phillips den dynamischen Unterschied zwischen einer Landung auf einem Sprungbrett und auf hartem Untergrund. Er begann nach Materialien und Techniken zu suchen, die ihm diese Kraft und Flexibilität geben konnten.

Flugzeugbautechnologie

1982, während seiner Arbeit an der Universität von Utah, traf Van Phillips auf Dale Abildskov, einen Flugbauingenieur. Mit Hilfe von Phillips Entwürfen konnten die Beiden ein Unternehmen anwerben, das ihnen bei der Analyse prothetischer Einsatzbereiche von Karbonfasermaterial half. Karbonfasern werden in der Flugzeugindustrie schon lange wegen ihrer Belastbarkeit und Flexibilität geschätzt.

Um einen Prothesenfuß zu bauen, wurde das Karbonmaterial in eine L-Form geschnitten, von unten mit einer Sohle verstärkt und oben am Prothesenschaft befestigt. Die Ergebnisse waren beeindruckend: Das Gewicht, das beim Fersenauftritt auf den Fuß kam, wurde in Energie umgewandelt und simulierte die federnden Eigenschaften eines gesunden Fußes. Dieser Karbonfuß erlaubte seinem Träger wieder zu springen und zu rennen.

Umfassende Nachfrage

Schon während der Testphase entschied sich Phillips, seinen alten Job aufzugeben und weiter an seiner Entdeckung zu arbeiten. 1984 gründete er Flex-Foot Inc. und die Nachfrage nach dem dynamischen Fuß stieg schnell, als die aktiven Amputierten in den USA von der revolutionären Entwicklung erfuhren. Heute verwenden weltweit mehr als 90% der amputierten Sportler ein Flex-Foot® Modell. Und auch im Alltagsleben bieten Flex-Füße® den Anwendern eine hervorragende Möglichkeit, wieder zu laufen, rennen, wandern, auf Berge zu steigen und einfach die eigene Lebensqualität zu verbessern.

Die Flex-Foot Inc. ruhte sich nie auf ihren Lorbeeren aus. Mit immer neuen Visionen stoßen sie vor zu neuen Grenzen technischer Machbarkeit. Doch obwohl die Technologie eine bedeutende Rolle bei der Arbeit spielt, ist das Herz des Flex-Foot® Erfolgs doch Innovation und Vision. Van Philipps hat sich klar dazu geäußert: „ Mit der heutigen Technologie kann man alles realisieren, was man sich ausdenken kann."