Die Operation
Gründe für eine Amputation
Eine Vielzahl von Ursachen können zur Amputation führen. Die häufigste Ursache ist die schlechte Durchblutung der Beine. Wenn die Blutversorgung des Gewebes einer Extremität ungenügend ist, wird der Rest des Körpers unter großen Druck gesetzt. Dies kann lebensgefährlich sein. Eine Amputation kann diese Gefahr lindern und den Menschen zur Gesundung führen.
Vorbereitung
Vor der Operation werden Blutproben entnommen, oft werden auch Röntgenaufnahmen erstellt und Elektrokardiogramme (EKG) durchgeführt. Manchmal werden zusätzliche medizinische Tests benötigt. Sie werden ein Gespräch mit einem Anästhesisten füren, der mit Ihnen zusammen entscheidet, welche Art der Anästhesie Sie bekommen. Häufig wird eine Spinalanästhesie (epidural) eingesetzt, in einigen Fällen wird eine Vollnarkose bevorzugt. In keinem Fall werden Sie Schmerzen während der Operation verspüren.
Nach der Amputation
Die ersten Stunden nach der Operation werden Sie in einem Aufwachraum verbringen, danach werden Sie auf Ihre Station gebracht. Sollten Sie einen Katheter (einen Schlauch, um den Urin während der Operation abzuführen) gelegt bekommen haben, so wird er üblicherweise am nächsten Tag entfernt. In der Regel wird Ihnen täglich eine Injektion verabreicht, um die Gefahr von Thrombosen zu vermeiden. Der Einsatz von Antibiotika verhindert Infektionen.
Verbände und Nähte
Sofort im Anschluss an die Amputation wird das verbliebene Bein (der Stumpf) eventuell mit einem festen Wundverband für einige Tage versorgt. Dieser feste Verband schützt die Wunde und hilft, die Schwellung zu reduzieren. Der Arzt entscheidet, wann es Zeit ist, das Nahtmaterial zu entfernen. Normalerweise geschieht das circa drei Wochen nach der Operation.
Schmerzen
Nach einer Amputation ist es normal, Schmerzen im Stumpf und dort, wo das Bein war, zu verspüren. Letzteres bezeichnet man als Phantomschmerz, der nicht unüblich ist. Sie können Schmerzmittel erhalten und mit der Zeit lassen die Schmerzen in der Regel nach.