30 Mai 2007

Erfolgreiche Triathlonteilnahme

Das Motto von Gerald Geier ist: "Alles ist möglich. Was Du Dir fest vornimmst, wirst Du auch schaffen." Gerald Geier, Team Össur, ist unterschenkelamputiert. Er nahm am 6. Mai 2007 zusammen mit seiner Frau am St. Croix Ironman 70.3 Triathlon auf den Virgin Islands teil. 700 Triathleten waren am Start, mit und ohne Handicap. Schwimmen, Radfahren und Laufen waren die Disziplinen ? und Gerald Geier hat es getreu seinem Motto mal wieder geschafft! Lesen Sie seinen spannenden Bericht über den Ironman Triathlon in der Karibik.

Die Saison 2007 ist eröffnet - und die Quali für für den Ironman Worldchampionship in Hawaii am 13.10.2007 geschafft

mit dem 13. Platz von Dagmar und dem 31. Platz von Gerald Geier in der jeweiligen Altersklasse haben wir einen guten Start in die neue Saison erwischt. (Detailergebnisse siehe unten). Beide haben wir uns dennoch auf dem insgesamt schweren Kurs besser gefühlt, als die Ergebnisse es schließlich und endlich zeigten. Der tropischen Hitze von ca. 40 Grad am Wettkampftag und der für Europäer ungewohnt hohen Luftfeuchtigkeit mussten wir unseren Tribut zollen. Mit dem Finish konnte ich mich sogar für die Handicap-Klasse der Ironman Worldchampionship in Hawaii am 13.10.2007 qualifizieren-neben weiteren vier USA-Boys.

Prothese wartet auf den
Schwimmausstieg

Zum Rennverlauf: Die Bedingungen beim Schwimmstart im Hafenbecken der idyllischen Stadt Christianstedt um 06:30 Uhr waren optimal. Im Vergleich zum letzten Jahr war kein Wellengang für die zurückzulegenden 2,0 km. Dies war ein Vorteil für mich, da ich auch als Handicap´ler auch keinen Neopren tragen durfte und für meine Frau Dagmar, da Sie grundsätzlich Schwimmen nicht mag. Resümee: "Hat ganz gut ohne Neo geklappt"

Auf dem Radkurs

Nach einem perfekten Wechsel auf meine Radprothese mit Unterstützung unserer Gastfamilie, machte ich mich auf den weltweit schwersten, aber landschaftlich schönsten Radkurs eines Half-Ironmans mit seinen 90 km. Es galt nicht nur die Hitze und den Wind zu überwinden, sondern auch nach Kilometer 30 den "Beast" einen ca. 1 km langen Anstieg mit zum Teil 25% Steigungen. Teilweise steigen hier Triathleten vom Rad und laufen den Berg hoch. Ich musste auch zwangsweise absteigen, da vor mir ein Rad´ler vom Fahrrad gekippt ist. Resümee: "Ist schon irgendwie blöd, wenn Du bei einem 25%-igen Anstieg vom Fahrrad fällst. Gott sei Dank nichts gemacht."

Auf der Zielgeraden
Nach dem letzten Wechsel von der Rad- auf die Laufprothese machte ich mich auf den abschließenden Halbmarathon. Nach einem guten Lauf erhofften Dagmar und ich noch  einige der vor uns liegenden Athleten einzuholen. Denn die Hitze würde sicher noch einigen stark zusetzen. Obwohl wir uns Beide auch sehr müde fühlten, konnten wir noch einige Mädels und Jungs einholen. Resümee: "Ich laufe nie mehr über einen Golfplatz, der so hügelig ist, wie St. Croix. Zumindest bis nächstes Jahr."

Gemeinsam gefinisht und glücklich

Nach dem Wettkampf haben Dagmar und ich noch ein paar Tage auf der Insel verbracht. Ein Traum in der Karibik. Nachdem die ca. 700 Triathleten die Insel wieder verlassen haben,  konnten wir, dank unserer lieben Gastfamilie, die einsamen Strände und das karibische Flair der Insel richtig ausgiebig geniessen. Resümee: "Wir kommen wieder. Es war toll!"

 

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