8 September 2006

Die IPC Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Assen

Marlon Shirley - the world's fastest amputee
Die diesjährigen Leichtathletik-Welmeisterschaften des Behindertensports wurden am 2. September von Prinzessin Margriet aus den Niederlanden offiziell eröffnet. Seitdem folgte im Sportpark Assen Stadsbroek ein Highlight dem anderen. Sportbegeisterte aus aller Welt konnten live oder via www.ParalympicSport.TV miterleben, wie die Weltspitze der Leichtathletik in den Wettkämpfen nach Medaillen jagen.

Teamgeist 
 
Wir sind stolz darauf, Sponsor und offizieller Partner des Events zu sein. Wo unser Team auch ist, wir werden dort sein, bereit technische Unterstützung zu leisten und natürlich auch tüchtig anzufeuern.

Team Ossur Highlights
 

Jackie Tony Christiansen with his coach and Ossur staff
Jackie Tony Christiansen, sein Trainer, Irene und Monique von Ossur

Am Sonntag zeigte uns Jackie Tony Christiansen (DEN) beim Kugelstoßen der Männer (F44) aus welchem Holz er geschnitzt ist: er zelebrierte einen eindrucksvollen Stoß von 16,27 Metern und sicherte sich die Goldmedaille, ganze 1,66M weg von seinem stärksten Revalen, dem Deutschen Jörg Frischmann.
Claudia Biene (GER) hatte mit ihrem Speer nicht so viel Glück. Inmitten harter Konkurrenz, war ihr bester Wurf nur 29M weit, nicht genug, um mit der amtierenden Weltmeisterin Juan Yao aus China, die eine Weite von 35,07M erreichte, mitzuhalten.


Ossur staff Irene and Monique congratulate Oscar!
Irene und Monique gratulieren Oscar!
Alle Blicke waren am Montag auf die Aschenbahn gerichtet, wo die ersten Sprint-Wettkämpfe der Amputierten stattfanden. Der 19-jährige Südafrikaner Oscar Pistorius sorgte für atemlose Spannung, als er bei dem 400-M-Sprint (T44) in nur 49,42 Sekunden ins Ziel stürmte. Der amtierende Weltrekordhalter Danny Andrews (USA) gab sein Bestes, aber Oscar holte sich nicht nur Gold sondern unterbot auch noch den alten Weltrekord um 1,82 Sekunden. Der Australier Robert Mayer gewann mit 56,91 Sek. Bronze. Mit seiner herausragenden Leistung gab Oscar schon einen Vorgeschmack auf die nächsten Rennen. Mit seinen Siegen auch auf 200 Metern, hier ebenfalls mit neuem Weltrekord, und im100-M-Sprint hielt er Assen weiterhin in Atem. Drei Mal Gold und 2 Weltrekorde: für Oscar „der beste Wettkampf seit Athen!“.


Gold bei den Frauen über 100 Meter (T44) ging an Rekordhalterin April Holmes (USA) wieder mit 13,13 Sek., knapp gefolgt von der viel versprechenden Marie-Amelie Le Fur (FRA) die, obwohl erst 17, man sich merken sollte.
Nach seiner schweren Knieverletzung hat Marlon Shirley sich unglaublich gut erholt und zeigte beim Weitsprung der Herren (F44), was in ihm steckt. Mit einer Weite von 6,29M war er zwar noch von seinem eigenen Weltrekord von 6,79M entfernt, konnte sich aber die Goldmedaille vor seinem Landsmann Casey Tibbs sichern, der mit 6,12 Silber holte.
Team Ossur  triumphierte auch in der Klasse F42

Gold for Wojtek Czyz
Gold fuer Wojtek Czyz
(Oberschenkel-Amputierte) im Weitsprung mit Wojtek Czyz (GER), der mit 5.98M Gold sichern konnte. Wojtek ist amtierender Weltrekordhalter mit fantastischen 6,23 Metern. Stefano Lippi (ITA) ersprang sich mit 5,17M Silber. Weiterer Höhepunkt: Wojtek Czyz  gewann auch im Sprint über 200 Meter die Goldmedaille in einer Rekordzeit von 25,90 Sekunden. 


Weitere Berichte und Resultate in Kürze hier.

Weitere Informationen und Berichterstattung:
www.paralympic.org
www.ParalympicSport.TV
www.ossur.com

 

Team Ossur in Assen

Danny Andrews (USA) – kam kürzlich nur eine vier-zehntel Sekunde unter seinem Weltrekord auf den 400-M-Lauf in seiner Klasse T44 ins Ziel. Er meinte, dass es schön sei, in Trockenheit und Hitze zu laufen und hoffe, diesen Rekord in jenen Tagen wieder zu brechen.

Claudia Biene (GERMANY) – hat sich bisher auf Diskus und Speerwerfen konzentriert (Silber in Athen), will ihre Talente in Zukunft auch im Sprint und Weitsprung unter Beweis stellen.

Wojtek Czyz (GERMANY) – Deutschlands aufgehender Stern auf der Tartanbahn und im Weitsprung gewann 2004 bei den paralympischen Spielen 3 Goldmedaillen und ist der Weltrekordhalter im 200-M-Sprint und Weitsprung.

Brian Frasure (USA) – Sowohl beruflich auf dem Gebiet der Pothetik als sportlich in der Leichtathletik ein erfahrener Mann, auf dessen Konto zahlreiche Medaillen gehen. 

April Holmes (USA) – Rekordhalterin im Sprint und Weitsprung: am 2. Juli brach sie bei den Meisterschaften in Atlanta ihren eigenen Weltrekord im 100-M-Sprint mit der Zeit von 12,98 Sek.
Urs Kolly (SCHWEIZ) – seit langen Jahren berühmt für seine herausragenden Leistungen in den verschiedensten Wettkampfarten – aktueller Stand seines Kontos für paralympisches Gold steht bei 7! – ist Weltrekordhalter im Pentathlon und europäischer Rekordhalter im Weitsprung.

Stefano Lippi (ITALIEN) – gewann nicht nur die paralympische Silbermedaille im Weitsprung sondern startet auch im Sprint. Aufgrund einer Verletzung verpasste er die europäischen Meisterschaften letztes Jahr, trat in Assen aber sowohl bei den 100M und 200M-Sprints als auch im Weitsprung an.

Oscar Pistorius (SÜDAFRIKA) – bekannt als "Blade Runner", ist Weltrekordhalter im 200-M-Sprint und auf den 400 Metern in seiner Klasse.

Annette Roozen (NIEDERLANDE) – hält den aktuellen Weltrekord im 100-M-Sprint der Frauen (T42). Annette lief ihre persönliche Bestzeit von 16,9 Sekunden dieses Jahr in Duderstadt. In Assen hat sie Heimvorteil, man konnte gespannt sein!
Marlon Shirley (USA) – der “schnellste Amputierte der Welt” durchbrach die 11-Sekunden-Schallmauer auf den 100 Metern in der T44 mit einer Zeit von 10,97 – nur knapp eine Sekunde hinter dem aktuellen Weltrekord von 9,77 Sek.
Jeff Skiba (USA) – hält den Weltrekord im Hochsprung (2,09m) und gewann Silber bei den letzten nationalen Meisterschaften in den
USA. Er erwartete von den Weltmeisterschaften „eine ordentliche Menge an Edelmetall nach Hause zu bringen“.

Marije Smitts (NIEDERLANDE) – LIEBT Rennen und ihr Mantra ist einfach “renne ins Ziel”. Erst 19 Jahre alt, ist sie eine ernstzunehmende Konkurrenz, ihre andere Leidenschaft ist der Weitsprung.

Casey Tibbs (USA) – gewann den T44 Weitsprung Wettkampf bei den nationalen Meisterschaften dieses Jahr in den USA. Er „fühlt sich fit für die Weltmeisterschaften” und meint, dass er ganz genau weiß, woran er arbeiten muss.

 

Weitere Informationen und Berichterstattung:
www.paralympic.org
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